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Reblehrpfad Goldenberg

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Station 7: Die Jahreszeiten im Rebberg

Das Jahr des Winzers ist von den Jahreszeiten geprägt. Die Aktivitäten richten sich nach dem jeweiligen Entwicklungsstand der Rebe und müssen dementsprechend bestmöglich geplant werden.

Das Frühjahr ist die Zeit des Austriebs und des Knospens während den Monaten März und April. Die Winzer beginnen mit dem Rebschnitt, um die Form der Rebstöcke zu kontrollieren. Für die Weinrebe ist dies die kritische Zeit, da Frost die jungen Austriebe gefährden kann. Die Pflanzen werden nun regelmässig überwacht. Wenn nötig werden Pflanzenschutzmassnahmen gegen Pilzkrankheiten wie den Mehltau ergriffen. Während der Blütezeit sind warme, trockene Bedingungen ideal für einen guten Fruchtansatz.

Im Sommer von Mai bis Juli ist die Zeit des Hauptwachstums, des Fruchtansatzes, des Beerenwachstums und der Véraison (Reifebeginn der Beeren). Laubarbeiten, wie Blätter entfernen und Triebe beschneiden, werden durchgeführt, um eine gute Belüftung der Trauben und eine direkte Sonneneinstrahlung zu gewährleisten. Die sorgfältige Traubenregulierung spielt eine entscheidende Rolle, um die Menge und Qualität der Trauben pro Rebstock zu lenken. Durch gezielte Kontrolle wird angestrebt, optimale Bedingungen für die Reifung zu schaffen und damit die Qualität des späteren Weins positiv zu beinflussen. Bewässerung kann in trockenen Jahren bei Jungpflanzen notwendig werden.

Im Herbst nach Abschluss der Reife beginnt die strenge Erntezeit (Wimmet / Wümmet). Winzer überwachen den Reifegrad der Trauben nun fast täglich und entscheiden über den optimalen Erntezeitpunkt. Die Weinlese erfolgt je nach Reblage, lokaler Gegebenheit maschinell oder von Hand. Die Herbstwochen vor der Ernte sind entscheidend für die Traubenqualität. Das Wetter beeinflusst den Zucker- und Säuregehalt der Trauben. Winzer messen regelmässig die Öchslegrade, um den optimalen Zeitpunkt für die Weinlese zu bestimmen und sicherzustellen, dass die Trauben den gewünschten Zuckergehalt für die beabsichtigte Weinqualität erreicht haben. Überreife, süsse Trauben (Spätlese) können auch noch im Oktober geerntet werden.

Der Winter von November bis Februar ist die Zeit der Knospenruhe, des Rückschnitts und der Weinbergsarbeit. Winzer schneiden die Reben, um ihre Form zu erhalten, und führen notwendige Bodenarbeiten durch. Winterfrost kann eine Rolle bei der Regulierung von Schädlingen und Krankheiten spielen, da bestimmte Schädlinge längere Kälteperioden nicht überdauern und absterben. Der Winter gestaltet sich für die Winzer meist relativ ruhig und bietet eine willkommene Erholung nach einem intensiven Herbst.

Die Erklärungen zu den vier Jahreszeiten im Rebberg bezieht sich auf ein theoretisches Jahr. In der Realität gibt es von Jahr zu Jahr und saisonal starke Schwankungen im Bereich der Umweltfaktoren und damit mehr oder weniger grosse Verschiebungen dieser Zeitfenster. Die Natur hat eben doch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden im Rebberg. Winzer müssen ihre Praktiken entsprechend an die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten ihres Weinbergs anpassen, um qualitativ hochwertige Trauben für erstklassige Weine produzieren zu können.

*Zeiten gemäss nördlicher Hemisphäre

Jeder Jahrgang ein Unikat

Weine können je nach Jahrgang unterschiedlich sein, da sie stark von den meteorologischen Bedingungen während des Weinjahres beeinflusst werden. So ist jeder Jahrgang einzigartig und spiegelt die spezifischen Bedingungen wieder, denen die Trauben während ihres Wachstums ausgesetzt waren.

Rutishauser-DiVino veranstaltet verschiedene Degustationen im Betrieb und nimmt auch an externen Events und Messen teil. Diese Veranstaltungen sind der ideale Ort um die neuen Jahrgänge oder auch neue Weine zu degustieren. Mehr dazu im Eventkalender.

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