
Reblehrpfad Goldenberg
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Station 6: Aufbau einer Weinrebe
Die Unterart der Weinrebe (vitis vinifera) ist die für die Weinherstellung verwendete sog. edle Weinrebe (vitis vinifera subsp. vinifera). Sie ist v.a. in den südlichen gemässigten Zonen sowie den nördlichen subtropischen Zonen der Nord- und Südhemisphäre heimisch und wächst auf meist trockenen bis wenig feuchten Böden.
Die Weinrebe besteht aus verschiedenen Teilen, die für das Wachstum, die Entwicklung und die Produktion von Trauben verantwortlich sind.
Die Wurzeln der Rebe können bis zu fünf Metern lang werden und nehmen Wasser und Nährstoffe aus dem Boden auf. Das Wurzelsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Verankerung der Pflanze und der Versorgung mit notwendigen Ressourcen. Die Wurzelreblaus befällt die Wurzeln europäischer Rebsorten. Um diesen Befall zu verhindern werden Europäische Reben mit den Wurzeln (Unterlagen) amerikanischer Rebsorten, die gegen die Wurzelreblaus resistent sind veredelt. Diesen Prozess nennt man «Veredelung». Dabei wird die europäische Rebe auf die amerikanische Wurzel gepfropft (augesetzt und verwachsen).
Der Stamm ist der aufrechte, verholzte Hauptteil der Rebe, der aus dem Boden ragt. Er bildet die strukturelle Unterstützung der Pflanze.
Die Ruten sind seitliche Triebe, die vom Stamm ausgehen. Diese Triebe tragen Blätter, Blüten und später Trauben. Die Ruten können während des Winterschnitts geformt und strukturiert werden.
Die Blätter sind für die Photosynthese und damit für die Energiegewinnung verantwortlich. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Produktion von Zucker, der für das Wachstum der Beeren benötigt wird.
Die Blüten der Weinrebe enthalten sowohl die weiblichen (Fruchtknoten) als auch die männlichen Organe (Staubgefässe), die für die Bestäubung notwendig sind. Die Blüten entwickeln sich nach der Bestäubung zu den Beeren, den eigentlichen Früchten der Rebpflanze.
Die Trauben sind die Fruchtstände (Ansammlung von Früchten) der Weinrebe. Die einzelnen Beeren entstehen durch Befruchtung der Blüten und enthalten die Samen (Traubenkerne).
Ranken sind schlanke, windende Strukturen, die dazu neigen, sich um unterstützende Oberflächen zu wickeln. Sie dienen der Befestigung der Rebe und ermöglichen es ihr zu klettern. Der Aufbau der Weinrebe variiert je nach Wachstumsstadium und angwandten Schnittpraktiken. Mit dem Schnitt beeinflusst der Winzer den Ertrag der Rebe und die Qualität der Beeren.



