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Reblehrpfad Goldenberg

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Station 5: Die Anbauformen im Rebberg

Die Wahl der Anbauform hängt u.a. von den klimatischen Bedingungen, der Bodenbeschaffenheit, der Rebsorte und von den Traditionen und Präferenzen des Winzers ab. Jede Anbauform hat Vor- und Nachteile und beeinflusst den Charakter der Trauben und des daraus gewonnenen Weins.

In der Schweiz finden sich vorwiegend die beiden Anbauformen Direktzug und Terrassenbau in unterschiedlichen Ausprägungen. Aufgrund der eher flachen Lagen am Genfersee (La Côte und teilweise Lavaux) und im Waadtland fällt die Wahl vorwiegend Direktzug. Im Wallis wird demgegenüber vorwiegend Terrassenbau mit Steinmauern und kleinen Rebparzellen bevorzugt.

Direktzug

Der Direktzug verläuft meist senkrecht, d.h. entlang der Falllinie des Hangs. Er ist die bevorzugte Anbauvariante in flachen Lagen bis ca. 50% Hangneigung wie beispielsweise in unseren Lagen der Mörsburg bei Stadel ZH oder in Malans GR.

  • Vorteile: Kostengünstiger in Bau und Bewirtschaftung, da Terrassierung entfällt und eine maschinelle Bewirtschaftung einfacher möglich ist.

  • Nachteile: Je nach Hangneigung hat es weniger direkte Besonnung der Reben und ein erhöhtes Errosionsrisiko.

Terrassenbau

Der Terrassenbau wie hier am Goldenberg verläuft horizontal, d.h. entlang den Höhenlinien.

  • Vorteile: Gute Besonnung der Reben und damit schnellere Reifung. Guter Schutz vor Errosion, wenn Terrassen intakt sind.

  • Nachteile: Er ist teuer in der Erstellung und im Unterhalt (Verhindern von Erosion, Unterhalt der Steinmauern).

Weitere Anbauformen

  • Pergola – Die Reben werden auf einem Gestell (Pergola) gezogen, das über den Weinberg gespannt ist. Dies kann eine gute Belüftung und Sonneneinstrahlung fördern.

  • Buschweinbau – Die Reben werden nicht an Drahtsystemen befestigt, sondern wachsen in natürlicher, buschiger Form. Dies ist typisch für einige ältere Rebanlagen.

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