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Reblehrpfad Goldenberg

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Station 3: Biodiversität

Die Förderung der Artenvielfalt im Rebberg ist eine zentrale Aufgabe des nachhaltigen Weinbaus und ist unumgänglich für den Erhalt eines stabilen und gesunden Ökosystems.

Die Artenvielfalt bezeichnet die Gesamtzahl der Arten (Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen) innerhalb eines bestimmten Lebensraums (Biotop) oder eines geografischen Gebiets. Die Lebensgemeinschaft der Arten in einem Gebiet – z.B. einem Rebberg – und deren Wechselwirkungen mit ihrer Umgebung nennt man Ökosystem. So ist eine Art, die Nahrungsgrundlage der anderen und gleichzeitig ein Schädling für eine dritte Art. Was ein Schädling und was ein Nützling ist, bleibt schliesslich eine Frage der Perspektive. Im Folgenden geschieht diese Einteilung aus Sicht der Rebpflanze:

  • Neben den Rebstöcken können eine Vielzahl von Pflanzenarten im Rebberg gedeihen. Blumen, Gräser und Kräuter bieten Lebensraum für Nützlinge, verbessern die Bodenstruktur und erhöhen die biologische Vielfalt.

  • Ein gesunder Boden im Rebberg enthält eine Vielzahl von Mikroorganismen, Pilzen und anderen Bodenlebewesen. Diese tragen zur Erhöhung der Nährstoffverfügbarkeit bei und unterstützen das Wurzelwachstum der Rebstöcke.

  • Nützlinge wie Marienkäfer, Raubwanzen, Schlupfwespen und Laufkäfer tragen zur biologischen Schädlingskontrolle bei. Sie ernähren sich von schädlichen Insekten am Rebstock und helfen so, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

  • Vögel wie Schwalben, Singvögel und Greifvögel können im Rebberg leben und Insekten kontrollieren. Nistkästen tragen dazu bei, die Populationen von Vögeln zu fördern.

  • Kleinsäuger wie Spitzmäuse und Igel finden im Rebberg ebenfalls ein reichhaltiges Angebot an Würmern, Schnecken und Insekten.

  • Fledermäuse sind nachtaktive Insekten-Jäger. Sie können im Rebberg oder in dessen Umgebung leben und leisten damit ebenfalls einen wichtigen Beitrag.

  • Das Anlegen von blühenden Wiesen und Blumenstreifen im Rebberg ist nicht nur optisch ein Hingucker und fördert die Artenvielfalt, sondern trägt durch das Anlocken von Fluginsekten auch zur Bestäubung der Reben bei.

  • Verschiedene Lebensraumstrukturen wie Hecken, Steinmauern und Totholz bieten Versteckmöglichkeiten und Nistplätze für die vielen Rebberg-Bewohner.

Um die Artenvielfalt in den Rebbergen zu fördern, setzt Rutishauser-DiVino deshalb auf Biodiversitätsflächen. Durch Aufwertung dieser Flächen mit geeigneten Strukturen werden diese noch lebendiger. Das Team der Rebstation am Goldenberg erstellt Bienenhotels für Wildbienen, schüttet Sandlinsen auf, legt Steinhaufen an und stapelt Rebholz bzw. Altholz als Unterschlupf für Käfer, Igel, Insekten und Reptilien wie beispielsweise die Blindschleiche oder die Zauneidechse. Sobald diese mit Moos bewachsen sind, finden auch Schmetterlinge Gefallen an den Haufen. Das Pflanzen und die Pflege von Hecken, Birnbäumen sowie Blühstreifen gehört ebefalls zu den Aktivitäten im Bereich des nachhaltigen Rebbaus.

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